„Die größte Motivation in einem Unternehmen ist, mir nicht Grenzen aufzuzeigen, sondern Flexibilität zu ermöglichen und mir Vertrauen zu schenken!“

Dieser Satz ist Beyhan Kirschners erste Antwort auf die Frage, was sie sich als Mutter von ihrem Arbeitgeber wünscht, um in ihrem Job zufrieden zu sein. Ein Wunsch, den vermutlich viele Mütter haben. Bei Beyhan Kirschner scheint dieser Traum in Erfüllung gegangen zu sein. Wie es dazu kam, hat uns die alleinerziehende Mutter in einem Interview erzählt.

Beyhan Kirschner ist Mutter einer sechsjährigen Tochter und als „Director Sales Operations“ Teil der Führungsebene bei dem Elektronik Großhandelskonzern EBV Elektronik GmbH & Co. KG, dem führenden Halbleiter-Spezialisten in Europa, der heute über 60 Niederlassungen in 30 Ländern verfügt. Der Konzern, der zur amerikanischen Avnet Holding gehört, pflegt nicht nur eine äußerst erfolgreiche Strategie der persönlichen Kundenbindung, sondern hat von Anfang erkannt, dass Mitarbeiter das wichtigste Kapital eines gut laufenden Unternehmens sind. So prägen Vertrauen und hohe Eigenverantwortung das Personalmanagement – damals wie heute. Die Folge: Die Mitarbeiterfluktuation ist seit Firmengründung im Jahre 1969 sehr gering. Etliche EBV Mitarbeiter sind bereits seit Jahrzehnten im Unternehmen. Genau wie Beyhan Kirschner. Seit 17 Jahren ist die Alleinerziehende nun bei der EBV. Angefangen im Vertrieb, berichtet sie heute als „Director Sales Operations“ direkt an den Präsidenten des Unternehmens. Eine hohe Position mit viel Verantwortung, die sie bis jetzt noch in Teilzeit ausübt. Dass sie es so weit nach oben geschafft hat, ist natürlich ihr eigener Verdienst. Doch die aktiv gelebte, familienfreundliche Firmenpolitik der EBV hat ihren Karriereweg positiv beeinflusst. „Meine Tochter war karrieremäßig kein Hindernis. Es war für meine Vorgesetzten nie ein Problem, dass ich als Mutter ein verantwortungsvolles Projekt bekomme und Karriere mache. Ganz im Gegenteil eigentlich“, erzählt Beyhan Kirschner stolz. Und das kann sie auch sein. „Ich bin ja eigentlich immer noch auf Teilzeit, das darf man nicht vergessen. Wenn man so will, darf ich diese verantwortungsvolle Position bei der EBV in Teilzeit ausüben“, so die engagierte Mutter.

Mit Flexibilität in eine erfolgreiche Zukunft

Ein verantwortungsvoller Job und gleichzeitig Muttersein schließt sich also nicht unbedingt aus. Wichtig ist, das weiß auch Beyhan Kirschner, im Alltag gut organisiert zu sein. „Outlook ist mein Tool“, erzählt sie lachend. Gut organisiert zu sein fällt ihr als Vertriebstalent natürlich leicht. Tagtäglich ist sie damit beschäftigt, die operativen Prozesse bei der EBV zu überwachen, zu optimieren und für den Vertrieb zu koordinieren. Aber das alleine reicht nicht aus, dass sie ihren Job gewissenhaft machen kann. Auch von Seiten des Arbeitsgebers sind bestimmt Voraussetzungen nötig, damit sie als Mutter in ihrem Job zufrieden ist. Ganz oben auf Kirschners persönlichem Wunschzettel: flexible Arbeitszeitmodelle. Weg von einer Präsenzkultur hin zu individuellen Arbeitsort- und Arbeitszeit-Regelungen. „Für mich steht Flexibilität an oberster Stelle. Starre Arbeitszeiten wären für mich als alleinerziehende Mutter mit kleinem Kind schwierig.“

Zudem wünscht sie sich natürlich Vertrauen von Seiten des Arbeitgebers und ein gewisses Maß an Eigenverantwortung. Die EBV hat die Wünsche seiner Mitarbeiter*innen schon lange erkannt und setzt diese seit Jahren konsequent im Unternehmen um. „Ich bin ein gutes Beispiel in der Firma, dass man Familie und Beruf sehr gut kombinieren kann und das sogar in einer hohen Position“, so Beyhan Kirschner. „Wir haben sehr viele Mütter bei uns in der Firma und das ist auch gut so. So sollte es normal auch sein.“ Die Pandemie hat vielen Unternehmen gezeigt, wie gut mobiles Arbeiten funktionierten kann. So hat die EBV beschlossen, nicht wieder den Weg zurück zu gehen, wo das Unternehmen vor der Pandemie war, sondern das Thema „Mobile Office“ und flexible Arbeitszeiten auch weiterhin offen anzugehen. „Es wird natürlich Termine geben, wo wir sagen, die finden vor Ort statt. Dennoch überlassen wir das Thema „Arbeitsort“ generell mehr den Mitarbeiter*innen.“

Emotionale Herausforderungen meistern

Beyhan Kirschners beruflicher Werdegang liest sich perfekt und ruft bei der einen oder anderen Mutter verständlicherweise Neid hervor. Doch auch bei ihr gibt es Momente, die sie an ihre persönlichen Grenzen bringen. Vor allem wenn es um die emotionale Seite von uns Working Moms geht, sagt Kirschner.  „Man kann alles irgendwie organisieren und planen. Aber die emotionale Seite ist ausschlaggebend. Wenn ich eigentlich ein Abendessen hätte, aber meine Tochter das dringende Bedürfnis hat, die Mama zu haben und keinen Babysitter akzeptiert. Man will aus der Tür und sie schaut einen an, mit Tränen in den Augen und sagt einfach nur „Mama“. Das sind für mich die Momente, in denen ich mich frage, was machst du jetzt?“. Solche Situationen kennen die meisten Mütter. Aber für alles gibt es eine Lösung. Beyhan Kirschner hat für diesen immer wiederkehrenden, emotionalen Spagat einen Tipp: an manchen Tagen einfach einen Ausgleich schaffen. Einfach mal die Arbeit liegen lassen, das Handy aus, das Laptop aus und sich bewusst Zeit nehmen für die Kinder. Und – ganz wichtig – zu dem stehen, was man tut und für was man sich entschieden hat. Das tut Beyhan Kirschner. Sie liebt ihren Job und das ist auch gut so. Denn wer im Leben weiß, was er will, wird ruhig und zufrieden. Und das wirkt sich wiederum positiv auf die Kinder aus. Ist eine Mutter zufrieden, sind es die Kinder in der Regel auch. „Erfolgreich arbeiten und gleichzeitig ein Kind aufziehen – in meinem Fall auch noch alleine – ist nicht immer leicht. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es dem Mutter-Kind-Verhältnis guttut, wenn die Mutter ausgeglichen ist und nicht nur das Kind, sondern auch einen eigenen Job hat“.

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