Bewerbungstipps: Lebenslauf schreiben wie eine Superheldin

Vorneweg ein persönlicher Tipp vom Superheldin Team und vielen Unternehmen mit denen wir täglich sprechen:  Es ist erwiesen, dass für Frauen 70% einer Stellenanzeige mit den persönlichen Erfahrungen übereinstimmen müssen damit sie den Schritt wagen sich zu bewerben. Also, auch wenn nicht alles in der Stellenbeschreibung zu Dir passt: Schick trotzdem eine Bewerbung.

Einen Lebenslauf zuschreiben ist einfach, erstmal die persönlichen Daten wie Name, Adresse, Kontaktdaten, dann die berufliche und schulische Laufbahn. Vorlagen dafür gibt es viele – übrigens auch hier im Superheldin Magazin. Doch die eigentliche Frage ist: Wie kann man sich mit seinem Lebenslauf auch von anderen Bewerbern absetzen? Wir geben dir 8 Tipps für einen superstarken Lebenslauf!

Tipp 1: Nimm dir Zeit

Bevor du loslegst, nimm dir 5 Minuten und überlege, welche Stationen in deinem Leben dir wichtig sind. Was ist besonders relevant für die Stellenanzeige? Welche Erfahrungen haben dich weitergebracht? Das hilft dir nicht nur beim Aufbau deines Lebenslaufs, sondern ist auch gut fürs Selbstbewusstsein. Denn manchmal vergisst man, was man im Leben schon alles erreicht hat!

Tipp 2: Chronologische Lebenslauf vs. Funktionaler Lebenslauf – Welche Vorlage ist die Richtige?

Chronologischer Lebenslauf

In der Regel baut man seinen Lebenslauf chronologisch auf: am besten startest du mit deinem aktuellen Job (oder bevorstehenden Schulabschluss), da das für den/ die Personaler*in am interessantesten ist. Dann zählst du tabellarisch und möglichst Lückenlos deine Erfahrungen auf. So bekommt man einen guten Eindruck von deinem Werdegang und deiner persönlichen Entwicklung. Hier findet ihr eine kostenlose Lebenslauf Vorlage in Word:

Chronologischer Lebenslauf mit Spalten

Funktionaler Lebenslauf

Doch was ist ein funktionaler Lebenslauf? Hier ist die zeitliche Abfolge nebensächlich, sondern deine Fähigkeiten und Kenntnisse stehen im Vordergrund.  Hier kannst du dich zum Beispiel an den Jobaufgaben in der Stellenanzeige orientieren. Es wird zum Beispiel ein Personalsachbearbeiter mit Erfahrung in der Gehaltsbuchhaltung gesucht? Dann fasse unter diesem Punkt „Buchhaltung“ zusammen, in welchen Jobs du hier Erfahrungen gesammelt hast. Der funktionale Lebenslauf ist von Vorteil, wenn du Lücken kaschieren willst – zum Beispiel Arbeitslos warst oder erst wenig Erfahrungen in dem Beruf hast, weil du dich beispielsweise als Quereinsteiger versuchen willst. Hier geht es zu einer Lebenslauf Beispiel:

Funktionaler Lebenslauf

Lebenslauf Übersicht

 

Tipp 3: Finde dein Lebenslauf Design

Personaler*innen erhalten hunderte von Lebensläufen am Tag, also versuche dich visuell ein wenig von den anderen Lebensläufen abzuheben. Zum Beispiel bei der Farbgestaltung: Du trägst ein grünes Top auf deinem Foto? Wie wäre es, wenn du auch in deinem Lebenslauf grüne Akzente setzt. Oder du bewirbst dich als Social Media Manager? Dann kannst du zum Beispiel deinen Lebenslauf wie ein Facebook Profil aufbauen. Es gibt auch tolle, kostenlose Online Tools, die dir bei der Gestaltung helfen können. Probiere doch z.B. mal canva.com.

Superheldin Tipp

Schau dich mal auf der Website des Unternehmens um, für das du dich bewerben willst und hol dir Anreize. Vielleicht kannst du Akzente mit dem Corporate Design oder der Firmenfarbe setzen?

Aber Vorsicht: werde nicht zu verspielt oder überlade deinen Lebenslauf mit Blumen, Sternen und Herzchen. Die Schriftfarbe sollte am besten schwarz oder ein dunkles grau sein und der Hintergrund weiß. Auch bei der Schriftart und Schriftgröße solltest du vorsichtig sein. Unterschiedliche Schriftarten und -größen können unruhig wirken und anstrengend zu lesen sein. Am Ende ist dein Lebenslauf immer noch ein professionelles Dokument und sollte gut lesbar sein.

Tipp 4: Leitfaden – was soll ins Auge springen?

Leite die Augen des/ der Personaler*in: Was ist besonders wichtig, was sollte ins Auge springen, wenn man deinen Lebenslauf schnell überfliegt? Laut Studien dauert der erste Check deines Lebenslaufs nur durchschnittlich 7.4 Sekunden*. Indem du zum Beispiel wichtige Stationen deiner Karriere oder relevante Projekte fett schreibst, kannst du mitbestimmen, was zuerst gelesen wird. Hier kannst du auch einzelne Anforderungen aus der Stellenanzeige aufnehmen – wird zum Beispiel Englisch als Fremdsprache gewünscht, kannst du das in deinem Lebenslauf hervorheben.

Tipp 5: Fasse dich kurz – aber nicht zu kurz

In der Regel sollte dein Lebenslauf zwischen ein und zwei Seiten lang sein. Fokussiere dich auf das Wichtigste. Statt langer Erklärungen deiner Aufgaben mach lieber Stichpunkte.

Solltest du erst in deine berufliche Karriere starten, kannst du trotzdem darauf achten, dass nicht die halbe Seite leer bleibt. Schreibe kurze Stichpunkte deiner bisherigen Arbeits- und Schullaufbahn. Auch beim Layout solltest du darauf achten, dass du den Lebenslauf nicht in Spalten aufteilst, sondern lieber ein Layout wählst, das wie ein Zeugnis aufgebaut ist. Oben deinem Namen und Kontaktdaten, darunter deine Erfahrungen. Vielleicht hilft dir diese Vorlage weiter:

Chronologischer Lebenslauf Zeitstrahl

Superheldin Tipp

Du kannst einfach in deinem Superheldin Profil einen Lebenslauf erstellen. Die Gliederung ist bereits vorgegeben und du musst einfach nur deine Punkte ausfüllen – hier gibt es garantiert keine Seitenzahl oder leere weiße Flächen. Damit kannst du dich dann mit nur einem Klick auf die Jobs bei uns bewerben. Hier kannst du deinen Lebenslauf kostenlos erstellen:

Kostenloses Profil erstellen

Tipp 6: Bleib bei der Wahrheit

Dein Englisch ist gut, in der Stellenanzeige wird aber fließend gewünscht? Der Arbeitgeber hätte gerne einen Bewerber, der sich mit einer speziellen Software auskennt? Die Anforderungen in Stellenanzeigen können einen manchmal überwältigen. Aber am Ende sind es nur Wunschvorstellungen eines Arbeitgebers, das heißt noch lange nicht, dass jeder einzelne Punkt erfüllt werden muss. Bleib also am besten bei der Wahrheit. Du kennst die Software nicht? Kein Problem, dann lernst du sie eben kennen. Dein Englisch ist gut, aber nicht fließend? Ist doch vollkommen in Ordnung, dein Englisch kann sich ja noch verbessern. Lieber bist du im Lebenslauf ehrlich, als dass du im Vorstellungsgespräch sitzt, der Personaler mit dir Englisch spricht und du nur die Hälfte verstehst.

Tipp 7: Dein Lebenslauf aus den Augen eines Personalers

Nimm dir am Ende noch einmal 5 Minuten und versetz dich in einen Personaler: Interessiert ihn dein Nähkurs 2006, den du mit einem hervorragenden Zeugnis abgeschlossen hast? Wenn du dich nicht als Schneiderin bewirbst, ist das wahrscheinlich weniger relevant. Dass du 1997 die Grundschule verlassen hast, ist inzwischen auch verjährt. Stell dir mal einen Timer auf 10 Sekunden und überfliege deinen Lebenslauf. Erzählt er deine Geschichte?

Last, but not least Tipp 8: Elternzeit

Wir haben von einigen Müttern gehört, die die Kinder und Elternzeit aus ihrem Lebenslauf weglassen. Dazu können wir nur sagen: Warum? Kinder sind ein wichtiger Teil deines Lebens und du machst täglich mit ihnen Erfahrungen mit ihnen, die zu deiner persönlichen Entwicklung beitragen. Diese haben auch einen wesentlichen Einfluss deinen Charakter, was dich auch beruflich weiterbringt. Zeitmanagement ist hierbei nur ein Beispiel von vielen. Und ganz ehrlich: Möchtest du wirklich für ein Unternehmen arbeiten, bei dem du deine Kinder „verstecken“ musst? Bei Superheldin findest du jede Menge Arbeitgeber, die dich nicht trotz deiner Kinder einstellen, sondern gerade deswegen!