Erweiterte Teilzeit

Erweiterte Teilzeit
Zusammengefasst:
Wenn klassische Teilzeit aus finanziellen oder Karrieregründen nicht in Frage kommt, ein Vollzeitmodell aber genauso wenig, macht eine erweiterte oder vollzeitnahe Teilzeit Sinn. Diese bewegt sich meist zwischen 30 und 35 Stunden und ermöglicht eine leichtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
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Expert*innen-Tipp

„Erweiterte oder vollzeitnahe Teilzeit ist die perfekte Lösung für berufstätige Mütter und Väter, die aus familiären oder finanziellen Gründen weder in klassischer Teilzeit noch in Vollzeit arbeiten können oder möchten. Allerdings wirkt der Begriff „Teilzeit“ oft abschreckend, weil er eher negativ behaftet ist und häufig mit einem „Karriere-Knick“ assoziiert wird. Dabei ist die erweiterte Teilzeit dem Vollzeitmodell in der Praxis häufig ähnlicher, als der Teilzeitarbeit.“ – Sandra Westermann, CEO & Founder von superheldin.io

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Definition

Erweiterte Teilzeit oder auch vollzeitnahe Teilzeit bezeichnet Wochenarbeitszeiten ab 30 Stunden. Man spricht von vollzeitnaher Teilzeit, weil der Umfang der Arbeitszeit näher an dem einer Vollzeitstelle als an dem einer Teilzeitstelle liegt. Die erweiterte Teilzeit ist vor allem für Fach- und Führungskräfte ein gutes Modell, um Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Durch die geringe Arbeitszeitreduktion geht im Beruf wenig verloren, man gewinnt jedoch Zeit für Familienaufgaben.

Wer in vollzeitnaher Teilzeit arbeitet, könnte Beispielsweise an drei Tagen in der Woche von 8 bis 15 Uhr arbeiten, dafür an zwei anderen Tagen nur halbtags, heißt 4h. Auch freie Tage sind möglich, je nachdem wie der Arbeitnehmer seine Stunden legt.

In Deutschland ist die vollzeitnahe Teilzeit noch nicht weit verbreitet, setzt sich aber immer mehr durch, gerade in Fach- und Führungspositionen. Die vollzeitnahe Teilzeit ist der ideale Kompromiss für Unternehmen und berufstätige Eltern. Das Unternehmen verliert nicht 50% eines qualifizierten Arbeitnehmers, sondern nur max. 25%. Der Arbeitnehmer hingegen gewinnt 25% mehr Zeit für die Familie. Arbeitnehmer sind präsenter im Unternehmen, bleiben also ein wichtiger Bestandteil und verlieren keine Aufstiegschancen, wie es oft bei der Teilzeit der Fall ist.

Ein Punkt, der bei einer klassischen Teilzeitstelle auch immer angemerkt wird, ist, dass durch ein geringeres Einkommen die Rente sinkt. Bei einer vollzeitnahen Teilzeit ist der Faktor, um den sich die Rente verringert wesentlich geringer.

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