PANTAFLIX AG: Als Quereinsteigerin und Zwillingsmutter in die Entertainment-Branche!

PANTAFLIX AG: Als Quereinsteigerin und Zwillingsmutter in die Entertainment-Branche!

PANTAFLIX/PANTALEON wurde vor 10 Jahren gegründet. Familie hatte immer bereits einen hohen Stellenwert. „Wir sind ein familiäres Team mit StartUp-Atmosphäre.“, sagt die Geschäftsführerin der PANTALEON Films GmbH Stephanie Schettler-Köhler. Jung, dynamisch, familienfreundlich, das beschreibt das Medienunternehmen wohl am besten. „Obwohl die Entertainment-Branche auf die meisten Menschen eine große Faszination ausübt, gibt es wenig qualifizierten Nachwuchs.“

Carmen Linke kam deshalb als Quereinsteigerin zur PANTAFLIX AG in Berlin. Die Zwillingsmutter arbeitete vorher neun Jahre in der Hotellerie als Assistentin der Geschäftsführung. Wegen ihrer Kinder die Branche zu wechseln, wäre ihr früher nie in den Sinn gekommen. „Ich habe mir nach einem Jahr Elternzeit gesagt, das packst du schon! Wir Mütter sind ja stark und belastbar und können so einiges wuppen. Ich bin sehr blauäugig an die Sache rangegangen und habe unterschätzt, wie wichtig es ist, dass auch das Unternehmen mitspielt.“ Vereinbarkeit sei nicht nur ein Thema der Mütter. Um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ist der Arbeitgeber ein entscheidender Faktor, sagt die Zweifach-Mama. „Ich habe immer gute Arbeit geleistet. Trotzdem wollte man sich im Hotel nicht auf meine neue Situation einstellen. Mir wurden ganz selbstverständlich Früh-, Spät- und Wochenendschichten zugewiesen, obwohl ich für diese Zeiträume keine Betreuungsmöglichkeiten hatte. Ich finde es schade, dass ich als Mitarbeiterin über Jahre hinweg Flexibilität und Einsatz gezeigt habe. Doch als es darum ging, diese zurückzufordern, nahm plötzlich niemand Rücksicht auf meine Bedürfnisse als berufstätige Kleinkindmutter.“

Irgendwann habe sie sich selbst gesagt, dass es so nicht weitergehen könne. Noch bevor sie schließlich zur PANTAFLIX AG kam, bewarb sie sich auf eine neue Ausbildungsstelle (im öffentlichen Dienst). Dort bekam sie allerdings aufgrund ihrer Mutterschaft eine Absage, wie sie später durch Zufall erfuhr. Die Ausfallraten von Müttern mit Kleinkindern seien zu hoch, hieß es. „Wenn du Mutter bist, interessiert erstmal keinen, wie pflichtbewusst du bist. Bei Frauen sind kleine Kinder im Bewerbungsprozess leider häufig ein Ausschlusskriterium.“

„Ich habe ein bis zwei Monate intensiv gesucht. Über Superheldin bin ich dann auf die Stellenausschreibung der PANTAFLIX AG gestoßen und dachte mir, du hast ja nichts zu verlieren. Ich fand es toll, dass beide Seiten auf Anhieb wissen, worauf sie sich einlassen. Bei einer Jobbörse für Mütter gab es für mich einen Stolperstein weniger. Ich habe mich willkommen gefühlt!“

Kurz nachdem sich Carmen Linke auf die neue Stelle beworben hatte, bekam sie schon die Einladung zum Vorstellungsgespräch. „Ich war erstaunt wie schnell und reibungslos alles ging. Beim Vorstellungsgespräch habe ich mit offenen Karten gespielt und erklärt, dass ich bei meinem alten Arbeitgeber wegen mangelnder Vereinbarkeit nicht mehr zufrieden bin und kündigen möchte. Ich schaffte es durch beide Bewerbungsrunden und bekam die Zusage einen Tag vor meinem Geburtstag. Das war für mich wirklich das schönste Geschenk und ich war überglücklich!“

Bei der Firma PANTAFLIX AG fühle sich die Zwillingsmama auch mit weniger Stunden als die Kolleg*innen sehr wertgeschätzt. „Ich arbeite so gern hier, alle sind nett und verständnisvoll.“

Mütter einzustellen sei für Stephanie Schettler-Köhler selbstverständlich. „Diversität ist uns wichtig! Da wir ein sehr junges Team sind, hatten wir mit Müttern aber noch nicht so viel Erfahrung. Unsere Mitarbeiter*innen arbeiten allerdings alle schon sehr lange im Unternehmen. Deshalb können wir davon ausgehen, dass das noch kommt. (lacht) Und das ist doch auch schön! Wir sind hier ja selbst eine kleine Familie. Es ist einfach wichtig zu sprechen und herauszufinden, was jeder Einzelne braucht. Ich denke, wenn ein Unternehmen menschlich handelt, kann das nicht verkehrt sein.“

Der Fachkräftemangel setze immer mehr Branchen unter Druck, für Mitarbeiter*innen attraktiver zu werden, sagt die Geschäftsführerin der PANTALEON Films GmbH Schettler-Köhler. Dazu gehöre eben auch eine familienfreundliche Unternehmenskultur. Gutes Personal sei auf dem Markt inzwischen schwer zu finden, da müsse man eben auch alternative Recruitingkanäle nutzen. Gerade die Entertainment-Branche sei für Recruiter durch viele große Produktionen und unattraktive Zeitverträge ein hartes Pflaster geworden. Im Berliner Raum gäbe es für qualifizierte Bewerber*innen so viele Möglichkeiten. Deshalb versuche die PANTAFLIX AG eigenen Nachwuchs auszubilden und anschließend zu halten. Damit das gelingt, müsse auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegeben sein. „In unserer Branche eine große Herausforderung! Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

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